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Cheatcode #11: Gründen Light
Zitat: „Start before you’re ready. Share before it’s perfect.“
Gründen Light
Ich kann vollkommen verstehen, wenn du die Startup-Welt zwar an sich spannend und cool findest, aber trotzdem keine Ahnung hast, ob das für dich überhaupt etwas sein könnte. Irgendwie will man sich ja auch nicht mit einem halbherzigen Projekt blamieren. Und man weiß eben auch, dass eine echte Gründung mit richtig viel Arbeit und einem gewissen Risiko verbunden ist.
Deshalb bleibt es bei vielen leider lange bei einem bloßen Interesse an dem Thema, ohne dass sie sich jemals klar dafür oder dagegen entscheiden. So war das bei mir auch über viele Jahre. Rückblickend hatte ich als Kind schon ein gewisses Maß an Unternehmergeist im Blut: Ich habe beim Sperrmüll Altmetall in der Nachbarschaft eingesammelt und beim Schrottplatz verkauft. Ich habe kostenlose Sachen bei eBay Kleinanzeigen abgeholt und für ein paar Euro auf dem Flohmarkt weiterverkauft.
Im Studium habe ich dann auch lange Zeit mit dem Gedanken gespielt, etwas zu starten, hatte sogar einmal ein Gewerbe angemeldet und habe dann trotzdem nichts daraus gemacht. Deshalb möchte ich dir, falls es dir ähnlich geht, ein paar Dinge an die Hand geben, mit denen ich es schließlich geschafft habe, mich Schritt für Schritt an ein eigenes kleines Startup-Projekt heranzutasten, ohne direkt ins kalte Wasser springen zu müssen.
1. Initiativen & Events
Wenn du ins Startup-Umfeld einsteigen willst, besuche erste Events in deiner Stadt. Solche Veranstaltungen werden oft von Studierendeninitiativen oder Startup-Zentren organisiert und bieten eine einfache Möglichkeit, Leute kennenzulernen, die ähnlich ticken wie du. Noch spannender wird es, wenn du selbst eines dieser Events mitorganisierst. Fördermittel beantragen, Speaker überzeugen, Sponsorings verhandeln, Tickets verkaufen. So kommst du sofort mitten ins Geschehen.
2. Ein Startup Praktikum
Ein weiterer Schritt kann dann sein, ein Praktikum in einem frühphasigen Startup zu machen. Solche Startups sind immer dankbar für helfende, motivierte Hände. Du erlebst den Alltag der Gründerinnen und Gründer direkt mit und übernimmst wichtige Aufgaben mit voller Verantwortung. Gleichzeitig bekommst du ein Gefühl dafür, wie sich ein Startup in der Realität anfühlt, mit allen Höhen, Tiefen und ungefilterten Einblicken.
3. Ein erstes kleines Projekt
Dafür brauchst du noch kein ausgereiftes Produkt, und du musst auch niemandem davon erzählen. Es reicht, einfach irgendetwas zu starten. Zum Beispiel kannst du eine einfache Website erstellen, einen Prototyp entwickeln oder einen Newsletter starten.
Wichtig finde ich dabei, bewusst beide Aspekte zu verfolgen, die auch in einem echten Startup entscheidend sind: nämlich Produkt und Traction (ein quantitativer Beleg für echte Kundennachfrage). Es geht nicht darum, einfach nur einen Newsletter zu schreiben, den am Ende niemand liest, sondern auch darum, gezielt Abonnenten zu gewinnen. Nicht darum, ein kleines Projekt zu programmieren und dann liegenzulassen, sondern es bewusst zu launchen, Testkunden zu gewinnen und aktiv Nutzerfeedback einzuholen.
Fazit
All diese Schritte geben erste Einblicke und schärfen Fähigkeiten, die bei einer späteren Gründung relevant sein können. Vor allem aber, und das ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt, verringern sie die Kluft zwischen dem gefühlt unperfekten Selbst und der Vorstellung, tatsächlich ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Man erkennt, dass erfolgreiche Gründer auch nur Menschen sind. Und genau diese Erkenntnis macht es viel leichter, sich wirklich auf ein eigenes Projekt einzulassen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Das war dein Cheatcode für diese Woche. Jetzt liegt’s an dir.
Für alle Neuen: hier findet ihr die vorherigen Beiträge.
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