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Cheatcode #17: Nie wieder an der Info@ scheitern

Zitat: “If you don’t ask, the answer is always no.”

Wie erreiche ich die richtige Person?

Ich habe in verschiedenen Startups im B2B-Sales gearbeitet. Also in Startups, die ein Produkt haben, das hauptsächlich an andere Unternehmen verkauft wird. Hier ist man mit besonderen Challenges konfrontiert und entwickelt eine entsprechend spezielle Art zu denken. So zum Beispiel um ein typisches Problem zu lösen: Wie erreiche ich die richtige Person in einem Unternehmen?

In Gesprächen mit Leuten ohne Sales-Erfahrung ist mir genau das aufgefallen. Nämlich, dass sie keine Ahnung haben, wie man das wirklich macht. Da werden dann blind Copy-Paste-Mails an info@-Adressen aus dem Impressum geschickt, in der Hoffnung, dass man zumindest irgendwen erreicht. Und das, während es eigentlich gar nicht schwer ist, die richtige Person per E-Mail zu erreichen. Und zwar so:

Schritt 1: Recherche

LinkedIn reicht oft schon, um die passende Person in einem Unternehmen zu finden. Wenn nicht, hilft der LinkedIn Sales Navigator. Den kann man auch einen Monat kostenlos nutzen.

Schritt 2: Das E-Mail-Schema

Unternehmen veröffentlichen selten direkte E-Mail-Adressen von Personen. Aber sie sind auch sehr unoriginell und strukturiert, was den Aufbau ihrer Unternehmens-E-Mail-Adressen angeht. In rund 70 Prozent der Fälle lautet das Schema einfach Vorname.Nachname@Domain. Dabei ist die Domain in der Regel einfach die Website-Adresse, also z. B. „youtube.com“. Wenn Vorname.Nachname nicht funktioniert, sind die üblichen anderen Varianten folgende:

  • Nachname@Domain

  • Vorname@Domain

  • VNach@Domain

  • V.Nach@Domain

  • VN@Domain

  • VorNach@Domain

  • Vor_Nach@Domain

Dabei ist V der erste Buchstabe vom Vornamen und N der erste Buchstabe vom Nachnamen.

Schritt 3: Validieren

Mit Tools wie Bouncer, die es oft mit kostenlosen Credits gibt, lässt sich schnell prüfen, welche Variante wirklich existiert. Zwei oder drei Versuche reichen in der Regel aus, um einen Treffer zu landen.

Kurzer Disclaimer zum Cold-Emailing

In Deutschland ist das unaufgeforderte Versenden von E-Mails durch UWG und DSGVO streng geregelt. Werbliche Kaltakquise ist grundsätzlich nur mit vorheriger Einwilligung erlaubt. In der Praxis wird das aber im B2B-Bereich oft locker gehandhabt und selten geahndet. Macht also mit den Infos, was ihr wollt. E-Mails, die keinen werblichen Zweck verfolgen, etwa aus privatem Interesse oder im Rahmen von Forschung, sind hingegen vollkommen uneingeschränkt erlaubt.

Was ich selbst damit gemacht habe

Ich habe den Gründer eines Startups angeschrieben und nach Feedback für ein eigenes Projekt gefragt. Ich habe mich bei dem Manager eines neu gegründeten Venture-Capital-Fonds initiativ beworben und konnte so direkt ins Gespräch gehen. Ich konnte erste Pilotkunden für ein eigenes Projekt gewinnen. Und ich konnte im Rahmen einer Studenteninitiative Professoren (deren E-Mails nicht auf der Website waren) für Vorlesungsbesuche anfragen.

Kernaussage

Du willst eine bestimmte Person in einem Unternehmen erreichen? Easy. Namen auf LinkedIn checken, typisches E-Mail-Schema, zum Beispiel Vorname.Nachname, ausprobieren, mit einem Tool wie Bouncer verifizieren und fertig.

Das war dein Cheatcode für diese Woche. Jetzt liegt’s an dir.

Hier findet ihr die vorherigen Beiträge.

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Kontakt: [email protected]